Erfolgreich durch und mit einem Spitzenteam

Wie wird ein Team zu einem Spitzenteam?

Jeder Vorgesetzte wünscht sich ein Team, mit dem er erfolgreich sein kann. Ein Spitzenteam, welches sich rund um den Arbeitsalltag und vor allem rund um die Patienten / Kunden engagiert. Leider höre ich immer wieder bei Erstberatungen das Gegenteil – ich höre von Teams, die sich nicht in dem Maße engagieren, wie es ein Spitzenteam tun würde.

Ein Spitzenteam wird von einem Spitzenchef geführt. Ist das Team also kein Spitzenteam, schaue ich als erstes den Chef an.
Ein Team ist ein Team, weil es interdisziplinär zusammenarbeitet. Der Chef gehört zu diesem System dazu – unabhängig davon, wie er zu den Mitarbeitern steht. Vielmehr, er gehört nicht nur zum System, sondern befeuert es in seiner Vorbildfunktion.
Menschen arbeiten zusammen und erreichen ihren Erfolg nur Hand in Hand – dafür ist jeder wichtig.

Häufiger Mitarbeiterwechsel ist kontraproduktiv beim Spitzenteam-Aufbau

Die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt ist in den meisten Branchen eher mitarbeiterorientiert. Gelernte Kräfte können sich aussuchen, wo sie arbeiten wollen. Sich als Unternehmen für neue Mitarbeiter attraktiv darzustellen und das vorhandene Personal zu halten, ist demnach bereits ein erster Schritt zum Aufbau eines Spitzenteams. Ein Mitarbeiter, der aus Überzeugung im Unternehmen ist, wird sich eher engagieren als einer, der es als Broterwerb sieht. Ein Spitzenteam braucht engagierte Mitarbeiter. Das heißt, es reicht nicht aus, den Mitarbeitern keinen Grund zur Kündigung zu bieten, sondern es braucht Gründe genau hier arbeiten zu wollen.

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern einen Sinn in deren Arbeit

Wenn Arbeit mehr sein soll als die Quelle des Gelderwerbs bedarf es der Erfüllung von Kriterien, die zur eigenen Zufriedenheit beitragen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist bereits erfüllt, wenn Aufgaben mit einem „Warum“ ergänzt werden. Wer versteht, warum er etwas tut und zu welchem Ziel es führt, wird die Aufgabe mit einem höheren Verantwortungsbewusstsein erledigen. Sobald ein „selbstmotiviertes Verantwortungsbewusstsein“ im Spiel ist, wird auch das persönliche Engagement gefördert – denn es wird zum persönlichen Anliegen das Ziel schnell und erfolgreich zu erreichen.

Worauf kommt es denn jetzt an?

Wird ein Team automatisch zu einem Spitzenteam, wenn es engagierte Mitarbeiter hat? Es ist ein erster relevanter Schritt, doch es kommt auf mehr an. Es geht um die Balance zwischen einem aufgabenorientierten und einem menschlichen Verhalten. Die meisten von uns verbringen mehr Zeit auf der Arbeit und entsprechend mit ihren Kollegen als mit der eigenen Familie, da ist es nur verständlich, dass die Seite Mensch auch eine Rolle spielt.

Darstellung angelehnt an Paul Watzlawick

Mit steigendem Grad der Aufgaben- UND Menschenorientierung steigt die Performance in Richtung Spitzenteam.

Wenn die Orientierung auf beiden Ebenen eher gering ist, zeigt sich ein Team an Minderleistern. Das heißt, Dienst nach Vorschrift und gegenüber den Kollegen herrscht eher Gleichgültigkeit. Es ist einfach zu prognostizieren, dass Erfolg mit einem Minderleister-Team nur schwer zu erreichen ist und auch der Wohlfühlcharakter in dem Team zu wünschen übriglässt.

Ein Team mit hoher Aufgaben- und niedriger Menschenorientierung erledigt die Aufgaben mit viel Verantwortungsbewusstsein. Spaß macht es wahrscheinlich weniger, denn die menschliche Interaktion wird fehlen. Außerdem kann dies nur solange gut gehen, wie alle auf diesem Level performen – Menschen geht es aber eben nicht jeden Tag gut. Dies wird im Team der Zweckgemeinschaft aber weder gesehen, noch akzeptiert.

Umgekehrt gibt es Teams mit einer hohen Menschenorientierung, das sind sogenannte Kuschelteams. Hier fehlt die Aufgabenorientierung, welche allerdings für den Erfolg der Unternehmung wichtig ist. Menschen in Kuschelteams kommen sehr gerne zur Arbeit, die Arbeit an sich fällt allerdings hinten runter.

Zu guter Letzt, bleibt das Spitzenteam – hier herrscht sowohl eine hohe Aufgaben- wie auch Menschenorientierung. Das heißt, es ist strukturiert und gut organisiert. Jeder weiß, welche seine Aufgaben sind. Es wird verantwortlich gehandelt, jeder kann sich mit Ideen einbringen. Ziele sind da, um erreicht zu werden, wodurch die Motivation weiter hochgehalten wird. Auf der anderen Seite ist trotzdem jeder Mensch und darf auch mal schwach sein. Hilfe in Anspruch nehmen, Hilfe bereitwillig geben ohne „die Augen zu rollen“ ist ein normaler Zustand für ein solches Team.

Die Challenge ist demnach eine hohe Aufgaben- und Menschenorientierung beim Team zu fördern. Das ist Aufgabe der Führungskraft.

Wie verhält sich die Führungskraft eines Spitzenteams?

Das Verhalten der Führungskraft ist erkennbar in seinem Führungsstil. Analog zur oben beschriebenen Grafik können hier verschiedene Verhaltensweisen in drei Stile subsummiert werden.
Auch eine Führungskraft agiert immer zwischen den Polen der Aufgaben- und Menschenorientierung. Neigt diese eher zur Aufgabenorientierung fördert diese die Zweckgemeinschaft im besten Fall, vielleicht auch ein Team an Minderleistern. Das Verhalten ist eher autoritär geprägt und der Fokus liegt auf den Aufgaben.
Neigt die Führungskraft zur Menschenorientierung zeigt sich ein Laissez-faire Stil und erzeugt ein Kuschelteam. Mit beiden Extremen ist Erfolg nur schwer zu erreichen.
Das heißt, wer ein Spitzenteam möchte, geht mit gutem Vorbild voran und lebt im Gleichgewicht der Führung zwischen Menschen- und Aufgabenorientierung, geprägt von Kooperation und situativer Reaktion.

Was heißt das für das eigene Führungsverhalten?

Verhalten basiert auf der Haltung. Doch was ist eigentlich Haltung? Die Haltung spiegelt die Einstellung, den Glauben und die Werte eines jeden Einzelnen wider.
Eine positive Haltung, die auf Wertschätzung, Kooperation und Vision basiert mündet in einem kooperativen Führungsstil. Kooperative Vorgesetzte haben eine natürliche Begabung:
–        Menschen zu motivieren
–        Ziele zu kommunizieren
–        Verantwortung zu übertragen
–        Andere Meinungen zuzulassen
–        Feedback zu geben
–        Empathisch zu sein
–        Fördern und fordern
–        Besitzen die Fähigkeit der Selbstreflexion
–        Sind fair
–        Kennen die eigene Vorbildfunktion
–        Kritisieren konstruktiv
–        Sind stark in der Kommunikation
–        Kennen und trennen die Aufgaben- und Beziehungsebene

Wer sich dieser Eigenschaften bewusst ist, sie entwickelt und ausübt, agiert demnach als Vorbild. Ein Vorbild, welches gleiche und zumindest ähnliche Verhaltensweisen bei den Mitarbeitern an Tag fördert. Menschen, die Mensch bleiben dürfen und in Ihren Aufgaben einen Sinn sehen und dafür Verantwortung übernehmen wollen. So arbeiten gleichberechtigte Personen miteinander – nur das einer die Verantwortung dafür trägt, dass dieses Miteinander entsteht und bestehen bleibt.

Viel Erfolg beim Aufbau Ihres Spitzenteams!

Herzlichst,
Ihre Ana Pereira

Geschrieben am: 15.04.2020 / Kategorien: Führung

human marketing programm

Lassen Sie uns gemeinsam den verborgenen Schatz in Ihrem Unternehmen bergen. Sie fragen sich was für ein Schatz das sein soll?

Es sind die Menschen... Der Mensch im Unternehmen ist die wichtigste Marketing-Ressource.

Mehr dazu lesen

Referenzen

"Liebe Frau Pereira, Sie haben uns mit Ihrer Beratung wirklich sehr geholfen wir konnten alles soweit umsetzen, [...] das merkt man nun deutlich an der steigenden Anzahl der neuen Patienten [...]"

Dr. Michael Tochtermann, Zahnarztpraxis Dr. Tochtermann, Heilbronn

"Die Zusammenarbeit mit Frau Pereira empfinde ich als äußerst konstruktiv und inspirierend. Es fällt in der Teamarbeit mit Ihr sehr leicht Ideen und Konzepte zu entwickeln [...]"

Brigitte Hofbeck, Key Account Manager STEPPS, Dentsply Sirona Implants

"Wir hatten einen wirklich erfolgreichen Tag [...] Vor allem aber haben wir dabei aber auch sehr viel gelacht und Frau Pereira hat es uns leicht gemacht in lockerer Atmosphäre zu arbeiten."

Wiedmann & Wiedmann, Zahnärzte Oberkirch

"Die heraufordernde Aufgabe unsere Vertriebsmannschaft für das Thema Praxisentwicklung zu coachen und begeistern, haben Sie mit Engagement angenommen und ausgefüllt [...]"

Sonja Vogt, Senior Manager Alliance Services, Galderma Deutschland

Alle Referenzen ansehen