Krisenmanagement in der Zahnarzt- und Arztpraxis

Team zusammenhalten Führung

Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation. Unternehmen stecken mitten in einem Lockdown – Stagnation und Ängste treiben Praxisinhaber um. Zumindest manche von ihnen – andere planen mit Verstand und leiten die nötigen Maßnahmen ein. Sie erkennen den Ernst der Lage – und sie agieren! Sie warten nicht ab. Andere stecken den Kopf in Sand und fangen erst an zu reagieren, wenn die Not noch größer geworden ist.

Mehr denn je kommt es auf Teamführung und Zusammenhalt an

Zu diesen Aktionen gehört neben Finanz- und Auftragsplanung auch – und zwar zwingend notwendig – die Teamführung. Jedes Teammitglied ist jetzt wichtig. Jedes – auch die, die vielleicht in Kurzarbeit geschickt werden müssen. Genau diese Mitarbeiter benötigen jetzt viel Aufmerksamkeit, vor allem, wenn nicht alle gleichermaßen in Kurzarbeit gehen. Sie sind nicht mehr vor Ort und können sich schnell vernachlässigt fühlen.

Ich stelle fest, dass es genau die sind, die schon immer sehr bewusst und gezielt ihre Teams geführt haben, diejenigen sind, die nun eher besser durch die Krise führen. Ich stelle außerdem fest, dass diese Inhaber auch die sind, die sich selbst fokussiert ausrichten.

Ihr Team braucht Sie! Sie führen und kommunizieren sowieso – selbst, wenn Sie den Kopf in Sand stecken. Doch wohin führt dieses Verhalten das Team? Sicher nicht erfolgreich aus der Krise.


Führung ist erst mal Selbstführung – In Krisenzeiten mehr denn je

„Um jemanden zielgerichtet zu bewegen, muss man wissen, was diesen Menschen bewegt.“ (Andreas Stäck)
Dieses Zitat bringt es auf den Punkt. Das gilt für jeden Menschen in jeder Situation. Vor allem gilt es auch für sich selbst. Wohin soll ein Team gerade jetzt in Krisenzeiten Ihnen folgen, wenn Sie selbst nicht wissen, wie es weitergehen soll?

Das obige Zitat sagt, Menschen bewegen sich dann auf ein Ziel zu, wenn man versteht, was sie im Inneren bewegt. Was glaubt jemand über sich selbst? Was ist ihm wichtig? Was motiviert ihn? Wovor hat er Angst? Hier stecken Themen wie Glaubenssätze, Einstellung und Motivation dahinter. Wer nicht an sich selbst glaubt, kann kein Team motivieren, sich für die Praxis zu engagieren.

Wer nicht motiviert ist, genau jetzt anzupacken, sich zu überwinden – raus aus der eigenen Komfortzone zu gehen, kann keine Motivation vom Team erwarten. Wer Angst hat, weil er von sich glaubt, sowieso zu versagen, kann keine Zuversicht vom eigenen Team erwarten.

Gute Teamführung ist Menschenführung – und die fängt bei sich selbst als Mensch an. Fragen Sie sich: welche Persönlichkeitsstruktur habe ich? Wie sehe ich mich und die Welt? Was motiviert mich? Was erkenne ich in der Zukunft für mich? Welche Werte lenken mich? Wer hier klar ist, kommuniziert klar mit seinen Mitarbeitern.

Kommunizieren tun Sie sowieso! Paul Watzlawick hat gesagt „Man kann nicht, nicht kommunizieren.“ Wer als Vorgesetzter nicht klar ist in seiner innerlichen Ausrichtung, kommuniziert auch nicht klar. Hier entstehen Brüche im Team, die oftmals von der Führung verursacht sind und den Verursacher zusätzlich ärgern. Körpersprache, Verhalten und Sprache klaffen auseinander. Das Team bekommt keinen eindeutigen Weg gezeichnet für die Zukunft und fühlt sich verloren. In dieser Situation macht jeder das, was ihn persönlich bewegt und entsprechend richtig erscheint.

Die persönliche Haltung bedingt also die Selbstführung, die wiederum die Führung bedingt. Im Moment der Krise braucht es allerdings schnelles Handeln! Wer nicht stark in seiner Haltung ist, braucht jetzt Abkürzungen.

Team-Kommunikation – weil miteinander sprechen jetzt wichtiger denn je ist

Für den Zusammenhalt im Team braucht es regelmäßigen Austausch. Wie oben erwähnt, spielt die eigene Einstellung mit der Sie als Chef ins Gespräch gehen, eine übergeordnete Rolle. Es ist auch entscheidend, wie oft Sie das Gespräch suchen.
In dieser Zeit herrscht bereits genügend Unsicherheit. Da brauchen Mitarbeiter keine weitere Unsicherheit, weil sie nicht wissen, was der Chef plant und wie er die Situation sieht. Zum Beispiel wird Kurzarbeit von vielen als Gefahr verstanden statt als Arbeitsplatzsicherung. Es ist viel Unwissen über die genaue Bedeutung dessen im Umlauf. Wenn die Patientenzahlen runtergehen, kann sich jeder schnell ausrechnen, wann es wohl zur ersten Entlassung kommt – dass alles und viel mehr an Gedanken bewegt jetzt die Mitarbeiter.

Denken Sie nochmal an das Zitat oben: wer jemanden bewegen will, muss wissen was ihn bewegt. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern über das was sie zurzeit bewegt. Wovor sie Angst haben. Wie sie das Thema Corona im Allgemeinen verstehen. Was sie denken, was es für die Praxis bedeuten kann. Und fragen Sie auch, was diese Krise für die Mitarbeiter privat bedeutet. Erst wenn Sie die Sorgen kennen, können Sie deren Handeln verstehen und besser lenken. Sie haben eine Grundlage, um Erklärungen abzugeben, Meinungen bezüglich der Praxis, die falsch sind, klarzustellen und auch, um Mitarbeiter aufzufangen.

Die Corona Krise bringt viel Gesprächsaufwand mit sich. Planen Sie genügend Zeit ein. Sagen Sie keine Meetings ab, sondern planen umso mehr Zeit für gemeinsame Gespräche ein. Miteinander sprechen fördert den Zusammenhalt!

Es ist viel Arbeit und auch harte Arbeit. Wer sich jetzt Hilfe wünscht: ich habe ein kostenloses Whitepaper mit nützlichen Tipps zusammengestellt. Darin finden sich auch Empfehlungen für eine „Abkürzung“ bezüglich der Arbeit an der eigenen Haltung. Wer Interesse hat, schreibt mir bitte eine kurze E-Mail oder kontaktieren Sie mich über das Formular auf meiner Webseite.

Kommen Sie gut durch diese „verrückte“ Zeit und bleiben Sie dabei gesund.

Herzlichst,
Ihre Ana Pereira

Geschrieben am: 07.04.2020 / Kategorien: Kommunikation

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"Liebe Frau Pereira, Sie haben uns mit Ihrer Beratung wirklich sehr geholfen wir konnten alles soweit umsetzen, [...] das merkt man nun deutlich an der steigenden Anzahl der neuen Patienten [...]"

Dr. Michael Tochtermann, Zahnarztpraxis Dr. Tochtermann, Heilbronn

"Die Zusammenarbeit mit Frau Pereira empfinde ich als äußerst konstruktiv und inspirierend. Es fällt in der Teamarbeit mit Ihr sehr leicht Ideen und Konzepte zu entwickeln [...]"

Brigitte Hofbeck, Key Account Manager STEPPS, Dentsply Sirona Implants

"Wir hatten einen wirklich erfolgreichen Tag [...] Vor allem aber haben wir dabei aber auch sehr viel gelacht und Frau Pereira hat es uns leicht gemacht in lockerer Atmosphäre zu arbeiten."

Wiedmann & Wiedmann, Zahnärzte Oberkirch

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Sonja Vogt, Senior Manager Alliance Services, Galderma Deutschland

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